Das Marktschloss

Das Marktschloss
Im Rahmen eines Festaktes wurde am (Samstag, dem) 17. September 1994, das renovierte und revitalisierte Marktschloss, der umgestaltete Schlosspark und das neu errichtete Museum für Ur- und Frühgeschichte seiner Bestimmung übergeben. Das Marktschloss stammt in seiner heutigen Form aus der Zeit Kaiser Franz des I., der das Schloss um 1823 erwarb.
Im Jahre 1976 erwarb die Stadtgemeinde Wieselburg das Schloss von der Bundesgebäudeverwaltung. Die Gemeinde war sich beim Ankauf des Objektes der gewaltigen Aufgaben, die in diesem Zusammenhang auf sie zukommen würden, bewusst. Sogleich begann man mit den grundlegenden Vorarbeiten für eine Gesamtsanierung. 1986 wurde von der Baubehörde ein detailiertes Konzept zur Sanierung der Wohnungen genehmigt.
Da alle Wohnungen voll belegt waren, konnte nur eine Sanierung wohnungsweise erfolgen. Demgemäß wurden die gesamten Wohnungen erst im Oktober 1992 fertiggestellt. Das Marktschloss Wieselburg weist nun insgesamt elf im Standard beträchtlich gehobene Wohnungen und drei, davon zwei neuerrichtete, Geschäftslokale auf. Bei der Auswahl der Gewerbebetriebe, die im Schloss angesiedelt sind hat man auf geeignete Branchen Bedacht genommen.
Im anschließenden Lokal lädt ein Schlosscafe zum Besuch ein. Seit 1983 ist in einem Seitengebäude die Schlosskapelle die Evangelische Gemeinde untergebracht. Nachdem die beiden dominierenden Gebäude des Hauptplatzes, das Rathaus und das Marktschloss, nach der Renovierung zu einem positiven Blickfang geworden waren, fiel die mangelhafte Grüngestaltung ganz besonders auf.
Deshalb wurde der obere Eingang samt anschließenden Flächen des Schlossparkes neu gestaltet. In einem weiteren Seitentrakt konnte das Museum für Ur- und Frühgeschichte der Stadtgemeinde Wieselburg untergebracht werden. Die Funde basieren auf der ehemals im Rathaus Wieselburg untergebrachte Stefan-Denk-Sammlung.
Aufgrund der reichen Bestände an Bodenfunden von der Steinzeit bis in das frühe Mittelalter beschränkt sich das neue Museum ausschließlich auf die Ur- und Frühgeschichte. Diese wird überblicksmäßig mit den Funden aus dem Erlauftalgebiet illustriert. Die Gesamtkosten dieses Projektes betragen an die 2,18 Millionen Euro. Ohne Unterstützung von seiten des Bundes, Landes, aber auch von privater Hand wäre die Realisierung nur schwer möglich gewesen.
Die Geduld aller wurde sicherlich nicht umsonst in Anspruch genommen. All die unternommenen Anstrengungen haben sich sichtlich gelohnt. Bleibt nur zu hoffen und zu wünschen, dass sich für alle die daran geknüpften Erwartungen erfüllen werden.
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